Versicherungsmakler müssen umfangreich über die Folgen eines Versicherungswechsels beraten

Im Rahmen unserer versicherungsrechtlichen Ausrichtung beraten wir als Fachanwälte für Versicherungsrecht auch zu Fragen der Verletzung von Aufklärungspflichten durch den Makler!

Immer wieder versuchen windige Versicherungsmakler die Versicherungsnehmer davon zu überzeugen, dass eine neue Versicherung auch besseren Versicherungsschutz mit sich bringt und sich daher ein Versicherungswechsel als vorteilhaft darstellt. Dazu werden häufig sogenannte Finanzchecks vorgenommen, um die Gesamtsituation des Versicherungsnehmers zu analysieren. Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Makler in der Regel sein Hauptaugenmerk auf den Verkauf eines Produktes legen wird. Ein solches Interesse ist natürlich legitim, soweit er die Versicherungsnehmer seinen umfassenden Aufklärungs- und Beratungspflichten entsprechend berät. Das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe hat in seinem Urteil vom 15.09.2011 (Az. 12 U 56/11) entschieden, dass ein Versicherungsmakler, der seinen Kunden, dessen Risiken bereits durch bestehende Versicherungen abgedeckt sind, den Abschluss von neuen Versicherungen anderer Versicherer, die die bisherigen Versicherungen ersetzen, empfiehlt, seinen Aufklärungspflichten über sämtliche Folgen des Wechsels nachkommen muss. Hierzu gehört auch der Hinweis auf Risiken bei der Abwicklung der bereits bestehenden Verträge. Zu den weitergehenden Beratungspflichten des Maklers gehört insbesondere beim Wechsel einer Personenversicherung, dass er dem Kunden einen nachvollziehbaren und geordneten Überblick über alle wesentlichen leistungs- und beitragsrelevanten Unterschiede der bestehenden und der angebotenen Versicherung verschafft.

Im vorliegenden Fall hatte der Versicherungsmakler seinem Kunden den Abschluss einer neuen Berufsunfähigkeitsversicherung und einer fondsgebundene Lebensversicherung und darüber hinaus die Kündigung der bestehenden Vorversicherungen empfohlen. Er hat gerade nicht darüber aufgeklärt, dass es im Falle der Kündigung einer Rentenversicherung/Berufsunfähigkeitsvorsorge zu einem ganz erheblichen, ja sogar zu einem Totalverlust der bereits eingezahlten Beiträge führen kann. Im konkreten Fall waren knapp 3.000 € eingezahlt worden und ein Rückkaufswert von nur 120 € erstattet worden. Weiterhin bestand ein ganz wesentlicher Unterschied darin, dass der alte Vertrag eine monatliche Rente in Höhe von 600 € vorgesehen hat und der neue Vertrag nur in Höhe von 300 €. Das OLG hat den Versicherungsmakler wegen Beratungsverschulden zu entsprechender Leistung von Schadensersatz verurteilt.

Wir geben Ihnen hierzu gerne – auch telefonisch – eine erste Auskunft. Wir vertreten Ihre Interessen außergerichtlich und falls erforderlich vor Gericht.

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Oliver Ostheim

Oliver Ostheim hat seit dem Jahre 2000 seine anwaltliche Zulassung. Als Fachanwalt für Medizinrecht, Fachanwalt für Versicherungsrecht und Fachanwalt für Verkehrsrecht ist er ausgewiesener Experte und Wissensführer.

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Oliver Klaus

Oliver Klaus ist Fachanwalt für Medizin- und Versicherungsrecht sowie Fachanwalt für Sozialrecht. In dieser Konstellation verfügt er über eine Expertise in den Bereichen Berufsunfähigkeit und Medizinrecht, die nur sehr wenige Rechtsanwälte für sich in Anspruch nehmen können.

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