Die Flugdienstuntauglichkeit in der Krankentagegeldversicherung

Eine längere Arbeitsunfähigkeit führt häufig zu erheblichen Verdienstausfällen. Wenn der Arbeitnehmer oder Selbständige jedoch eine private Krankentagegeldversicherung abgeschlossen hat, kann dieser Verdienstausfall durch die Leistung der Krankentagegeldversicherung ausgeglichen werden. So jedenfalls die Theorie. Denn immer häufiger kündigen Krankentagegeldversicherung die Verträge mit ihren länger erkrankten Versicherten. Grund ist eine Klausel, die sich in allen Krankentagegeldversicherungsverträgen findet. Diese legt fest, dass die Krankentagegeldversicherung endet, wenn eine Berufsunfähigkeit eintritt. Es wird also eine Prognose vorausgesetzt, die attestiert, dass der Versicherte vermutlich dauerhaft nicht mehr in der Lage sein wird, seinen Beruf, wie er vor Eintritt der Erkrankung beschaffen war, auszuüben.

Die eingeholten Gutachten der Versicherung kommen, wenig überraschend, meist zu diesem Ergebnis. Dem ist mit einem Gegengutachten oder sogar einer Klage zu begegnen. Eine Berufsgruppe ist in letzter Zeit vermehrt in unserer Bearbeitung auftaucht. Es ist die Berufsgruppe des „fliegenden Personals“, beispielsweise Purser, Purserette, Flugbegleiter, Flugbegleiterinnen und Piloten und Pilotinnen. Für das „fliegende Personal“ besteht eine Besonderheit, nämlich die Flugdienstuntauglichkeit. Die Flugdiensttauglichkeit kann nur von einem Fliegerarzt geprüft und bestätigt werden. Ein Gutachter der Versicherung ohne diese besonderen Kenntnisse kann die Flugdienstuntauglichkeit nicht feststellen.

Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts (BAG) vom 17.12.2005 liegt bei lediglich vorübergehender Flugdienstuntauglichkeit keine Berufsunfähigkeit, sondern nur Arbeitsunfähigkeit vor. Eine dauernde Flugdienstuntauglichkeit würde den Verlust des Arbeitsplatzes bedeuten. Wurde die Flugdiensttauglichkeit nicht von einem Fliegerarzt festgestellt, kann der Versicherer nach unserer Auffassung den Vertrag nicht wegen behaupteter Berufsunfähigkeit kündigen. Wichtig ist auch, dass die Beweislast für den Eintritt der Berufsunfähigkeit beim Krankentagegeldversicherer liegt. Wir helfen Ihnen die Leistungsablehnung zu korrigieren. Wir unterstützen Sie von Anfang an.

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Oliver Ostheim

Oliver Ostheim hat seit dem Jahre 2000 seine anwaltliche Zulassung. Als Fachanwalt für Medizinrecht, sowie Fachanwalt für Versicherungsrecht und Fachanwalt für Verkehrsrecht ist er ausgewiesener Experte und Wissensführer.

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Oliver Klaus

Oliver Klaus ist Fachanwalt für Medizin-, und Versicherungsrecht sowie Fachanwalt für Sozialrecht. In dieser Konstellation verfügt er über eine Expertise in den Bereichen Berufsunfähigkeit und Medizinrecht, die nur sehr wenige Rechtsanwälte für sich in Anspruch nehmen könnnen.

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Rechtsanwalt, Fachanwalt für Medizin-, Sozial- und Versicherungsrecht

Oliver Klaus hat bis heute hunderte Arzthaftungsverfahren für seine Mandanten erfolgreich abgeschlossen. Als gefragter Vortragsredner ist sein Rat zum Thema "Behandlungsfehler" sehr geschätzt. Nach seinem Studium in Mainz war Rechtsanwalt Klaus Referendar in Düsseldorf an der Arzthaftungskammer beim Landgericht.

Anschließend vertrat er Mandanten einer Großkanzlei im Bereich "Healthcare", bevor er den Fachanwalt für Versicherungsrecht, den Fachanwalt für Medizinrecht und den Fachanwalt für Sozialrecht abschloss. In dieser Konstellation verfügt Rechtsanwalt Klaus über eine Expertise in den Bereichen Berufsunfähgikeit und Medizinrecht, die nur sehr wenige Rechtsanwälte für sich in Anspruch nehmen können. Viele hundert Berufsunfähigkeits-Versicherungsfälle hat Oliver Klaus seit dem im Sinne seiner Mandanten erfolgreich zu Ende gebracht. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder.

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Oliver Ostheim

Rechtsanwalt, Fachanwalt für Medizin-, Versicherungs- und Verkehrsrecht

Oliver Ostheim, Jahrgang 1967, hat seit dem Jahre 2000 seine anwaltliche Zulassung. Als Fachanwalt für Medizinrecht, sowie Fachanwalt für Versicherungsrecht und Fachanwalt für Verkehrsrecht hat er zum Beispiel als Referent beim Deutschen Medizinrechtstag zu den Themen Arzthaftung und Berufsunfähigkeit gesprochen.

Nach dem Studium an der Goethe-Universität in Frankfurt und dem Referendariat am Landgericht in Darmstadt spezialisierte sich Ostheim bereits früh auf die Themenfelder Medizin- und Versicherungsrecht. Seitdem ist es Ostheim gelungen, sowohl in Arzthaftungsverfahren als auch in strittigen Fällen von Berufsunfähigkeitsansprüchen bundesweit vielen Hundert Mandanten zu ihrem Recht zu verhelfen. Oliver Ostheim ist verheiratet und hat zwei Kinder.