Psychoklausel in der privaten Unfallversicherung

Die Versicherungsbedingungen der privaten Unfallversicherung sehen nahezu ausnahmslos einen Ausschluss für krankhafte Störungen infolge psychischer Reaktionen, auch wenn diese durch einen Unfall verursacht wurden, vor.

Mit dieser Ausschlussklausel hatte sich das OLG Celle (Az. 8 U 199/14) zu befassen. Mit Urteil vom 25.06.2015 entschied das Gericht, dass die vom BGH grundsätzlich als wirksam erachtete “Psychoklausel” nur auf Fälle beziehe, bei denen am Beginn der Kausalkette ein Unfallereignis ohne Gesundheitsschädigung gestanden hat, dem jedoch aus psychisch-seelischen Gründen die Erkrankung nachgefolgt ist.

Die Ausschlussklausel gilt also nicht, wenn eine psychische Begleiterscheinung direkt an organische Unfallfolgen anknüpft.

Es ist demnach unabdingbar, einen Ausschluss aufgrund der o.g. Psychoklausel fachanwaltlich prüfen zu lassen.

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